Was ist ein Backup wert? Genau so viel wie seine letzte erfolgreiche Wiederherstellung. Ein Backup, das nie zurückgespielt wurde, ist keine Sicherung — es ist eine Hoffnung mit grünem Häkchen. Der Unterschied zwischen beidem entscheidet im Ernstfall darüber, ob Ihr Betrieb einen Tag steht oder eine Woche.
Deshalb ist der Kern unseres Backups nicht die Sicherung, sondern der Beweis: Wir spielen in vereinbarten Abständen testweise zurück und protokollieren Datum, Dauer und Ergebnis. Wie so eine Übung abläuft, zeigt der Backup-Drill.
Kennen Sie diese Situation?
- Das Backup meldet seit Monaten grün. Was genau gesichert wird und was nicht, weiß niemand mehr.
- Nach dem Verschlüsselungsvorfall beim Bekannten kam die Frage: „Könnten wir eigentlich wiederherstellen?” Die Antwort war ein Schulterzucken.
- Die Sicherung liegt auf demselben Server, den sie schützen soll — oder auf einer USB-Platte im selben Raum.
- Postfächer und OneDrive gelten als „von Microsoft gesichert”. Ein Missverständnis mit Folgen.
- Auf dem Versicherungs-Fragebogen steht die Frage nach Backup-Tests. Es gibt keine.
Was wird gesichert? Die drei Ebenen
| Ebene | Was geschützt ist | Wovor |
|---|---|---|
| Arbeitsplätze | Dateien und Zustand der Geräte | Defekt, Diebstahl, Verschlüsselung, versehentliches Löschen |
| Server | Komplette Instanzen — physisch, virtuell, Cloud | Ausfall, Verschlüsselung, fehlgeschlagene Updates |
| Microsoft 365 | Postfächer, OneDrive, SharePoint, Teams-Dateien | Löschung, Konto-Übernahme, Ablauf der Microsoft-Aufbewahrung |
Jede Ebene ist einzeln buchbar und eine eigene Position auf der Rechnung — Sie sichern, was Ihnen wichtig ist, nicht was ein Paket vorschreibt. Die Sicherung läuft über unsere Betriebsplattform, getrennt vom Produktivsystem, mit einer Kopie außer Haus in der EU.
Wie tief? Die Abstufung nach Wiederherstellungs-Ziel
Nicht jedes System braucht dieselbe Tiefe — und die Tiefe bestimmt den Preis. Wir legen je System zwei Zahlen mit Ihnen fest: Wie viel Datenverlust ist verkraftbar (Sicherungs-Rhythmus), und wie schnell muss es wieder laufen (Wiederherstellungs-Weg). Das ERP bekommt engere Ziele als der Ablage-Server — beides steht im Angebot, nicht im Kleingedruckten.
Was „managed” konkret heißt
Überwachung statt Häkchen
Fehlgeschlagene Läufe sehen wir und beheben sie — statt dass sie monatelang unbemerkt bleiben. Ein Backup-Fehler ist bei uns ein Vorfall, kein Logbuch-Eintrag.
Restore-Tests mit Protokoll
In vereinbarten Abständen spielen wir zurück — eine Datei, ein Postfach, ein komplettes System — und halten fest, wie lange es gedauert hat. Das Protokoll ist Ihr Nachweis: für die Geschäftsführung, den Versicherer, das Audit. Woran Sie es merken: Die Frage „Wie lange wären wir weg?” hat eine Zahl als Antwort, keine Schätzung.
Wiederherstellung im Ernstfall
Wenn es passiert, zählt Routine: Wir stellen wieder her — geübt, dokumentiert, mit bekannter Dauer. Die Priorität legen Sie fest: erst das ERP, dann die Postfächer, dann der Rest.
Ehrlichkeit zu Grenzen
Wiederherstellungszeiten hängen von Datenmenge, Anbindung und Zielumgebung ab — deshalb versprechen wir keine Pauschal-Zahl auf der Website, sondern messen Ihre tatsächliche Dauer im Restore-Test und schreiben sie ins Protokoll. Und: Ein Backup ersetzt keinen Schutz davor — es ist die letzte Verteidigungslinie, nicht die erste.
Wie wird abgerechnet?
Als Add-on zum Managed-Betrieb: je geschütztem System beziehungsweise nach Volumen, monatlich, als eigene Position. Die Restore-Tests sind Teil des Bausteins, kein Aufpreis — ein Backup ohne Test würden wir nicht verantworten wollen.
Häufige Fragen
Wir haben schon eine Backup-Lösung. Müssen wir wechseln? Nicht zwingend. In der Bestandsaufnahme prüfen wir, was da ist. Funktioniert es, übernehmen wir Überwachung und Tests darauf; hat es Lücken — etwa fehlende Trennung vom Produktivsystem — sagen wir das mit Begründung und Zahlen.
Wohin wird gesichert? Getrennt vom Produktivsystem, mit einer Kopie außer Haus in der EU — die konkrete Architektur richtet sich nach Ihrer Umgebung und Ihren Wiederherstellungszielen, die wir vorher gemeinsam festlegen.
Wie oft wird getestet? Den Rhythmus vereinbaren wir im Angebot — üblich sind quartalsweise Tests, bei kritischen Systemen öfter. Jeder Test erzeugt ein Protokoll; ausbleibende Tests würden Ihnen also auffallen.
Braucht Microsoft 365 wirklich ein eigenes Backup? Ja. Microsoft sichert die Plattform, nicht Ihre Inhalte gegen Löschung, Überschreiben oder Verschlüsselung durch kompromittierte Konten. Die Details stehen im Wissens-Artikel.