Was ist IT-Sicherheit im Mittelstand wirklich? Selten das, was auf Konferenzfolien steht. Die Angriffe, die mittelständische Firmen treffen, sind unspektakulär: eine Phishing-Mail, ein Notebook ohne Updates, ein VPN-Zugang, der nie zurückgezogen wurde, ein Backup, das im Ernstfall nicht zurückkommt. Dagegen hilft keine Wunderwaffe — dagegen hilft Betrieb: jeden Tag, auf jedem Gerät, mit Nachweis.
Unsere Antwort darauf hat zwei Schichten. Die Betriebs-Disziplinen stecken im Betrieb selbst: Patch-Management, Monitoring, Inventar und Zugriffs-Dokumentation gibt es in jeder Stufe — sie sind keine Security-Produkte, sondern saubere Arbeit. Die Schutz-Bausteine buchen Sie einzeln dazu: Endpoint-Schutz je Gerät, Backup je System, Zero-Trust-Zugang je Nutzer. Wir empfehlen sie praktisch jedem Kunden — aber Sie sehen, was jeder Baustein kostet, und entscheiden selbst. Diese Seite erklärt beide Schichten.
Kennen Sie diese Situation?
- Die Cyber-Versicherung schickt einen Fragebogen: MFA-Quote, Patch-Zyklen, Backup-Tests. Sie müssen schätzen statt belegen.
- Ein Mitarbeiter meldet eine verdächtige Mail — und niemand weiß, wer jetzt was prüfen müsste.
- Ausgeschiedene Mitarbeiter, externe Dienstleister, alte VPN-Zugänge: Wer noch worauf zugreifen kann, weiß niemand genau.
- NIS-2 oder ein Kundenaudit verlangt Nachweise über Prozesse, die bisher nur als gute Absicht existieren.
- Das Backup läuft grün. Ob aus dem Grün ein lauffähiges System wird, hat nie jemand geprüft.
Schicht 1: Was im Betrieb steckt
Patch-Management als Sicherheitsmaßnahme
Die meisten erfolgreichen Angriffe nutzen Lücken, für die es längst Updates gab. Unser Patch-Management schließt sie in festen Zyklen — auf Arbeitsplätzen, Servern und Netzwerkgeräten inklusive Firewall. Der monatliche Report ist zugleich Ihr Nachweis.
Zugriffs-Ordnung und Benutzer-Verwaltung
Wer darf von wo auf was — einmal sauber festgelegt und jederzeit belegbar. Und beim Ausscheiden eines Mitarbeiters schließen die Zugänge am selben Tag — das ist Benutzer-Verwaltung, keine Magie.
Schicht 2: Die Schutz-Bausteine — jeder ein eigener Wächter
Drei Wächter, drei Angriffswege — plus die letzte Verteidigungslinie. Jeder Baustein hat eine eigene Seite, die erklärt, was er tut, warum der bisherige Weg nicht reicht und wer ihn braucht:
| Baustein | Wacht über | Typischer Angriff dagegen | Abrechnung |
|---|---|---|---|
| Endpoint-Schutz (EDR) | Ihre Geräte | Schadsoftware, Verschlüsselung, missbrauchte Werkzeuge | je Gerät |
| Identitätsschutz (ITDR) | Ihre Benutzerkonten | Konto-Übernahme, Zahlungs-Betrug per Mail | je Konto |
| Managed SIEM | Das Gesamtbild aus allen Protokollen | Muster quer über Systeme; Pflicht bei NIS-2/Audit | je Datenquelle |
| Backup mit Restore-Tests | Ihre Daten — die letzte Linie | Wenn doch etwas durchkommt | je System |
| Zero-Trust-Zugang | Den Weg ins Firmennetz | Missbrauchte VPN-Zugänge | je Nutzer |
Hinter Endpoint-Schutz, Identitätsschutz und SIEM steht dasselbe 24/7-Analysten-Team — die Bausteine greifen ineinander, gekauft werden sie einzeln. Unsere Empfehlungs-Reihenfolge für die meisten Umgebungen: erst Endpoint-Schutz und Backup, dann Identitätsschutz, SIEM wenn Regulierung oder Größe es verlangen.
Nachweise statt Beteuerungen
Versicherer, Auditoren und NIS-2 fragen nicht, ob Sie sich sicher fühlen — sie fragen nach Belegen. Unser Betrieb produziert sie nebenbei: Patch-Reports, Restore-Protokolle, Zugriffs-Dokumentation, Inventar. Woran Sie es merken: Der Fragebogen wird an einem Nachmittag ausgefüllt, nicht in zwei Wochen Recherche.
Was wir nicht sind
Wir sind kein Security Operations Center und kein Ersatz für spezialisierte Incident-Response im Großschadensfall — und behaupten es nicht. Was wir liefern, ist die Schutzschicht, an der die meisten realen Angriffe auf den Mittelstand scheitern, plus die Nachweise, die Sie brauchen. Wo mehr nötig ist — etwa ein 24/7-SOC ab einer gewissen Größe oder Regulierung — sagen wir das offen und helfen bei der Auswahl.
Häufige Fragen
Können wir die Schutz-Bausteine auch ohne den Betrieb kaufen? Als Dauerlösung nein. Ein Endpoint-Schutz, den niemand überwacht, und ein Backup, das niemand testet, sind Momentaufnahmen — der Wert entsteht durch den Betrieb dahinter. Umgekehrt gilt: Der Betrieb ohne Schutz-Bausteine ist möglich, aber wir sagen Ihnen im Angebot deutlich, welche Lücke Sie damit offen lassen.
Warum ist der Endpoint-Schutz nicht einfach im Preis drin? Weil Sie bei uns sehen sollen, was Sie wofür bezahlen. Ein Baustein je Gerät, eine Zeile auf der Rechnung — und die Freiheit, einen gleichwertigen vorhandenen Schutz weiterzunutzen, statt doppelt zu zahlen.
Reicht das für NIS-2? Unser Betrieb liefert einen großen Teil der technischen Maßnahmen und Nachweise, die NIS-2 verlangt — Patch-Prozesse, Backup-Tests, Zugriffskontrolle, Inventar. Die organisatorischen Pflichten (Meldewege, Verantwortlichkeiten, Risikomanagement) bleiben bei Ihnen; in der Stufe Komplett begleiten wir Sie dabei im Quartalsrhythmus.
Was passiert, wenn trotzdem etwas durchkommt? Dann zählt, was vorher gebaut wurde: Der Vorfall wird erkannt statt Wochen später bemerkt, betroffene Geräte werden isoliert, und die getestete Sicherung macht aus der Katastrophe eine Wiederherstellung mit bekannter Dauer. Genau dafür gibt es die Restore-Protokolle.
Wir haben schon Virenschutz. Reicht der nicht? Ein Virenschutz, den niemand überwacht, meldet sich genau dann nicht, wenn es darauf ankommt. Der Unterschied liegt weniger im Produkt als im Betrieb dahinter: Wer liest die Meldungen, wer reagiert, wer belegt es.