Was ist Zero-Trust-Zugang — in einem Satz?
Statt Ihre Mitarbeiter „ins Firmennetz” zu lassen, verbindet Zero-Trust-Zugang sie mit einzelnen Anwendungen — und prüft bei jedem Zugriff aufs Neue: Ist es wirklich diese Person, ist ihr Gerät in gesundem Zustand, und darf sie zu genau dieser Anwendung?
Warum das klassische VPN zum Risiko geworden ist
Das VPN stammt aus einer Zeit, in der „im Firmennetz sein” gleichbedeutend mit „vertrauenswürdig sein” war. Diese Annahme ist heute die Schwachstelle:
- Einmal drin heißt überall drin. Ein gestohlener VPN-Zugang öffnet nicht eine Tür, sondern das Gebäude — der Angreifer bewegt sich frei zu Servern, Ablagen, Buchhaltung.
- Das VPN-Gerät selbst ist Angriffsziel Nummer eins. Sicherheitslücken in VPN-Appliances gehören seit Jahren zu den meistgenutzten Einstiegswegen — ein Gerät, das im Internet steht und auf Anmeldungen wartet, lädt dazu ein.
- Externe bekommen zu viel. Der Dienstleister, der ein einzelnes System warten soll, erhält per VPN meist Zugriff aufs ganze Netz — und sein Zugang wird nach Projektende gern vergessen.
- Und im Alltag nervt es: langsame Verbindungen, Client-Gefrickel, „geht das VPN wieder nicht?”-Tickets.
Zero-Trust dreht die Logik um: Niemand ist vertrauenswürdig, weil er „drin” ist — Vertrauen wird bei jedem Zugriff neu verdient. Für Ihre Mitarbeiter fühlt sich das übrigens nicht nach mehr Sicherheit an, sondern nach weniger Reibung: Anwendung öffnen, arbeiten. Kein Client-Start, kein Warten.
Wer braucht das?
- Jedes Unternehmen mit Home-Office — der Heimarbeitsplatz ist der häufigste Weg hinein.
- Jedes Unternehmen mit externen Dienstleistern, die auf einzelne Systeme zugreifen — Wartungszugänge sind das klassische vergessene Risiko.
- Unternehmen mit mehreren Standorten oder lokalen Anwendungen (ERP, Warenwirtschaft), die von außen erreichbar sein müssen, ohne im Internet zu stehen.
- Alle, die Nachweise brauchen: Wer hat wann worauf zugegriffen — protokolliert statt vermutet.
Was wir übernehmen
- Zugriffsregeln je Anwendung: Wer darf wohin, unter welchen Bedingungen — festgelegt mit Ihnen, dokumentiert, gepflegt
- Prüfung des Gerätezustands vor dem Zugriff: Nur aktuelle, geschützte Geräte kommen durch — das greift ineinander mit dem Managed Workplace
- Rollout ohne Umstellungs-Schmerz: Anwendung für Anwendung, das alte VPN läuft parallel weiter, bis es leer ist
- Externe Zugänge mit Ablaufdatum — der Wartungszugang endet mit dem Projekt, nicht mit dem Vergessen
Abrechnung
Je Nutzer und Monat, als eigene Position — wie jeder Baustein. Die Ablösung des alten VPN ist ein kleines Projekt mit klarem Rahmen, kein Dauerzustand.
Häufige Fragen
Ersetzt das die Firewall? Nein — es ergänzt sie. Die Firewall schützt den Standort, Zero-Trust-Zugang schützt den Weg Ihrer Mitarbeiter zu den Anwendungen. Beides hat seinen Platz.
Funktioniert das mit unseren lokalen Anwendungen? Ja — genau dafür ist es gebaut. Ihr ERP bleibt im Haus und wird trotzdem sicher von außen erreichbar, ohne selbst im Internet zu stehen.
Was passiert mit unserem bestehenden VPN? Es läuft während der Umstellung parallel und wird Anwendung für Anwendung entlastet. Am Ende schalten Sie es ab — oder behalten es für die zwei Fälle, in denen es wirklich noch gebraucht wird. Die Entscheidung fällt auf Basis der Zugriffs-Protokolle, nicht aus dem Bauch.